Bronze

Bronze, eine Legierung des Kupfers (Cu) mit Zinn (Sn),

Im Vergleich zu reinem Kupfer, das relativ weich ist, weist Bronze durch die Legierungskomponente Zinn eine hohe Festigkeit und Härte auf.

Der Bronzeguss ist ein Urformverfahren, bei dem flüssige Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, in eine Form gegossen wird, um einen gewünschten Gegenstand aus Bronze herzustellen.

Als erstes wird ein Modell erstellt und ein Gipsnegativ gebildet. Dann wird das Gipspositiv gegossen und ausgebessert. Teilabgüsse vermeiden die Hinterschneidung und ergeben eine Stückform (Negativform), wobei das Gipspositiv erhalten bleibt. Anschließend wird die Stückform zusammengesetzt und innen mit Wachs ausgekleidet und danach die Kernmasse eingefüllt. Einzelne Stücke der Stückform werden abgenommen und das Wachs auf diese Weise entformt. Danach wird das Wachs überarbeitet.

Gusslegierungen aus Bronze bieten dank ihrer vielfältigen Eigenschaften eine ähnlich breite Palette von Anwendungen wie Knetlegierungen. Auch viele Gusswerkstoffe sind korrosions- und verschleißfest sowie meerwasserbeständig. Zahlreiche Legierungen zeichnen sich zudem durch gute Gleit- und Notlaufeigenschaften aus. Entsprechend finden sich Gusslegierungen im Maschinen-, Schiff- und Automobilbau, im Druckereiwesen sowie in der Papier- und Textilfabrikation, in der chemischen und Nahrungsmittelindustrie wieder. Auch in der Elektrotechnik, im Bauwesen und in der Trinkwasserverteilung ist der Bronzeguss anzutreffen. Das Einsatzspektrum umfasst Ventilgehäuse, Pumpenlaufräder und Armaturen, die im Sandgussverfahren hergestellt werden, Pleuel und Lagerblöcke aus Kokillenguss, Schneckenräder im Schleuderguss.